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Wortarten - Übersicht, Merkmale und Beispiele

Wörter können anhand bestimmter Merkmale in verschiedene Wortarten eingeteilt werden. Und genau darum, wird es in unserem Text gehen. Wir fassen die Wortarten als Übersicht zusammen und erklären dir, wie du die Wortarten bestimmen kannst! Gerade im Grammatikunterricht kann dir unser Text den nötigen Durchblick verschaffen. Also pass gut auf und viel Spaß beim Lernen! 

Die Auffassungen darüber, wie viele Wortarten es gibt, sind unterschiedlich. Manche Bücher sind ausführlicher, manche weniger ausführlich. Meistens spricht man aber von zehn Wortarten in Deutsch. Schau dir dazu zunächst die Wortarten in der Übersicht an: 

Hier findest du einen Überblick über die zehn Wortarten.
Überblick über die Wortarten

 

Flektierbare Wortarten

Wie du in der Grafik oben sehen kannst, teilen wir die Wortarten in flektierbare und nicht flektierbare Wortarten ein. Es gibt Wortarten, die flektierbar sind, wir sagen dazu auch beugbar. Sie können wir verändern, indem wir zum Beispiel Endungen anhängen oder andere Umbildungen vornehmen.

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Veränderbare Wortarten nennen wir flektierbare Wortarten.

Die flektierbaren Wortarten wiederum können wir noch einmal in die Unterarten deklinierbare und konjugierbare Wortarten einteilen.

Konjugierbare Wortarten

Allein Verben sind konjugierbar. Konjugieren bedeutet, dass wir die Verben in die verschiedenen Personalformen setzen und sie so an ihr Bezugswort anpassen.

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Verben sind konjugierbar.

Hier findest du ein Beispiel, in dem wir ein Verb konjugiert (gebeugt) haben. Du siehst, dass sich die Endungen des Wortes verändern.

Beispiel

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Ich gehe.

Du gehst.

Er geht.

Wir gehen.

Ihr geht.

Sie gehen.

Deklinierbare Wortarten

Dekliniert werden können die restlichen flektierbaren Wortarten. Hierzu gehören Nomen, Artikel, Pronomen und Adjektive.

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Nomen, Artikel, Pronomen und Adjektive sind deklinierbar.

Hier findest du ein Beispiel zur Deklination von Nomen. Du siehst, dass sich das Wort mit seinen Endungen und Buchstaben verändert.

Beispiel

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Der Baum.

Des Baumes.

Dem Baum.

Den Baum.

Die Bäume.

Der Bäume.

Den Bäumen.

Die Bäume.

Das Nomen

Nomen nennen wir auch Substantive oder Hauptwörter. Sie bezeichnen entweder Lebewesen (Personen, Tiere, Pflanzen) oder gedachte Begriffe (Traum, Freundschaft) und Sachen (Schreibtisch, Baum). Du musst Nomen immer groß schreiben. Nomen können sich je nach Fall (Kasus) und Anzahl (Numerus) verändern, ihr Geschlecht (Genus) bleibt aber immer gleich.

Beispiel

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Der Baum in dem Garten meines Nachbarn hat viele Äpfel.

Nomen kann man in gegenständliche und nichtgegenständliche Nomen einteilen. Gegenständliche Nomen werden auch als Konkreta bezeichnet und Nichtgegenständliche Nomen als Abstrakta.

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Kronkreta = gegenständliche Nomen (z.B. der Stift, der Hund, die Fee, das Blatt)

Abstrakta = nichtgegenständliche Nomen (z.B. der Frieden, die Ruhe, das Drama)

Wenn du mehr zu der Wortart Nomen wissen möchtest, schaue hier noch einmal nach: Das Nomen

Der Artikel

Die Artikel nennen wir häufig auch Begleiter, weil sie Nomen (Substantive/Hauptwörter) begleiten. Welchen Artikel man verwenden muss, hängt von dem Fall (Kasus), dem Geschlecht (Genus) und der Anzahl (Numerus) des Nomens ab, welches der Artikel begleitet.

Beispiel

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Der Mann.

Die Frau.

Das Haus.

Artikel können wir in bestimmte (der, die, das) und unbestimmte Artikel (einer, eine, ein) einteilen. Wenn du mehr zu der Wortart Artikel erfahren möchtest, schaue dir den folgenden Text an: Der Artikel

Das Pronomen

Wir nennen Pronomen auch Fürwörter. Diese Bezeichnung kommt daher, dass sie fast alle für ein Nomen stehen. Zum einen können sie das Nomen entweder ganz ersetzen und dann als sein Stellvertreter gebraucht werden, wenn das Nomen schon vorher in einem Text genannt wurde. Zum anderen können sie als ein Begleiter des Nomens stehen. 

Merke

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Pronomen können ein Nomen ersetzen oder es begleiten. 

Pronomen sind deklinierbar. Das heißt, sie passen sich in ihrer Form dem Geschlecht (Genus), der Anzahl (Numerus) und dem Fall (Kasus) des Nomens an. 

Beispiel

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Mike geht gerne zur Schule. Er ist in der sechsten Klasse.

Das Buch fand Jan sehr spannend. Er hatte es in zwei Tagen ausgelesen. 

Jenes Buch handelt von Vampiren. 

Es gibt viele verschiedene Arten von Pronomen. Wenn du mehr über diese Wortart wissen möchtest, dann schaue hier noch einmal nach: Das Pronomen  

Das Adjektiv

Adjektive nennen wir auch Eigenschaftswörter, denn sie geben eine Eigenschaft an. Das heißt, sie drücken aus, wie etwas ist und dienen dazu, zusätzliche Informationen über das Nomen zu geben, auf welches sie sich beziehen. Adjektive beschreiben also Lebewesen, Dinge usw. näher. Man schreibt sie immer klein.

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Adjektive nennt man auch Eigenschaftswörter oder Wiewörter.

Adjektive können wir, wie Nomen auch, deklinieren. Das heißt, wenn sie vor einem Nomen stehen, passen wir sie in ihrem Geschlecht (Genus), ihrer Anzahl (Numerus) und in ihrem Fall (Kasus) ihrem Bezugswort an. 

Beispiel

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Er gab der alten Frau seinen Sitzplatz. 

Die alte Hündin humpelte.

Den alten Spielsachen trauerte er nicht hinterher.

Wenn ein Adjektiv hinter seinem Bezugsnomen steht, dann deklinieren wir es nicht, sondern lassen es in seiner ursprünglichen Form. 

Beispiel

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Der Hund ist alt.

Das Haus ist groß.

Adjektive lassen sich steigern. 

Beispiel

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Tom ist schlau. 

Mark ist schlauer.

Julian ist am schlausten. 

Das Verb

Du kennst Verben vielleicht auch unter Tuwörter oder Tätigkeitswörter. Sie geben Auskunft darüber, was geschieht oder was jemand tut. Wir geben mit ihnen also Handlungen an und bestimmen gleichzeitig Zeitverhältnisse. Die Verben sind der wichtigste Baustein eines Satzes, denn sie bilden das Prädikat. Wir können sie in verschiedene Zeiten (Tempora), verschiedene Modi und ins Aktiv und Passiv setzen. Auch passen sie sich in ihrem Geschlecht (Genus) und ihrer Anzahl (Numerus) an das Subjekt an.

Beispiel

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Tim geht zur Schule.

Im Sommer scheint die Sonne.

Wenn du mehr zu der Wortart Verben erfahren möchtest, dann klicke hier: Das Verb

Die Präposition

Präpositionen bestimmen ein Verhältnis und werden daher auch Verhältniswörter genannt. Sie sind unveränderlich und werden immer klein geschrieben. In jedem Fall stehen sie zusammen mit einem anderen Wort, oft mit einem Substantiv oder Pronomen.

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Präpositionen sind Verhältniswörter.

Präpositionen beziehen sich auf ein Nomen oder Personalpronomen und bestimmen die Beziehung zwischen diesem Wort und dem restlichen Satzteil.

Beispiel

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Der Urlaub in Schweden.

in bezieht sich auf Schweden

Der See hinter dem Haus.

hinter bezieht sich auf See. 

Mit viel Mühe erreichte er sein Ziel.

mit bezieht sich auf Mühe. 

Gegen seine Empfehlung entschied er sich dafür.

gegen bezieht sich auf seine Empfehlung.

Präpositionen kannst du noch einmal in verschiedene Arten unterteilen. 

Das Adverb 

Ein Adverb sagt aus, unter welchen Umständen etwas geschieht. Daher wird es auch Umstandswort genannt. Adverbien werden immer klein geschrieben. Sie geben uns Informationen über Substantive (Nomen), Verben (Tu-Wörter) und Adjektive (Wie-Wörter). 

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Adverbien werden auch Umstandswörter genannt.

Adverbien sind nicht flektierbar, also unveränderlich. Das bedeutet, wir passen sie nicht in ihrer Form dem Geschlecht (Genus), der Anzahl (Numerus) oder dem Fall (Kasus) an. 

Beispiel

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Heute ist mein erster Schultag in der neuen Schule.

Das Haus dort gehört meiner Oma.

Besonders gerne mag ich Pizza.

Das Numerale

Die Numeralien werden auch Zahlwörter genannt. Sie geben die Anzahl, den Rang oder die Menge einer bestimmten Sache an.

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 Die Numeralien nennen wir auch Zahlwörter.

Hier findest du einige Beispiele zu den Numeralien: 

Beispiel

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Vor drei Jahren war ich noch viel kleiner.

Ein Drittel der Klasse hat die Hausaufgaben vergessen. 

Max wurde Erster beim Sportfest.

Die Wortart der Numeralien kann man noch einmal in mehrere Unterarten wie die Kardinalzahlen, die Ordinalzahlen, die Bruchzahlen und viele weitere unterteilen. 

Die Konjunktion

Konjunktionen haben die Eigenschaft, Wörter, Sätze und Teile von Sätzen miteinander zu verbinden. Sie stellen zwischen ihnen eine inhaltliche Beziehung her. Wir nennen sie daher auch Bindewörter.

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Konjunktionen nennen wir auch Bindewörter. 

Konjunktionen sind unveränderlich und passen sich nicht dem Geschlecht (Genus), der Anzahl (Numerus), oder dem Fall (Kasus) an. Sie können aus einem Wort oder mehreren Worten bestehen. Unterteilen können wir die Wortart der Konjunktionen noch einmal in die nebenordnenden und unterordnenden Konjunktionen. 

Beispiel

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Weil die Sonne schien, sind wir ins Freibad gefahren. 

Peter kam und Tom ging.

Damit er nicht zu spät kam, rannte er. 

Indem Max viel lernte, schrieb er eine eins in Deutsch.

Die Interjektion

Interjektionen werden auch Ausrufewörter oder Empfindungswörter genannt und kommen eher in der gesprochenen Sprache vor. Sie drücken eine Empfindung, einen Willen oder eine Haltung aus, wie zum Beispiel Freude, Nachdenken und Überraschung.

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Interjektionen nennen wir auch Ausrufewörter oder Empfindungswörter.

Interjektionen sind unveränderlich, man kann sie also nicht flektieren.

Beispiel

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Aua, mein Fuß ist umgeknickt. 

Mist, hätte ich das vorher gewusst.

Ach könnte ich doch auch Klavier spielen.

Du kannst natürlich auch gerne mehr über Interjektionen erfahren.  

Jetzt hast du bestimmt schon einen guten Überblick über die Wortarten bekommen. Schaue doch in unsere Übungen und teste, was du gelernt hast. Viel Spaß dabei!

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